Alpenländische DachsbrackeAlpenländische Dachsbracke

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Alpenländische Dachsbracken Hündin Biene von Buchenberg.
Mit freundlicher Genehmigung von Hermann Scholten.

 

Schülterhöhe: Rüden 37-38 cm, Hündinnen 36-37 cm
Gewicht: 15-18 kg
Farbe: Hirschrot, schwarz mit braunen Brand
Fell: Stockhaar mit dichter Unterwolle
Krankheiten: keine typischen Krankheiten bekannt
Lebenserwartung: 9-15 Jahre
FCI Gruppe 6 Laufhunde und Schweißhunde und verwandte Rassen

Geschichte:

Die Alpenländische Dachsbracke ist durch die Selektion aus der Segurischen Bracke (Keltenbracke) entstanden, aus diesem Grund kann man ihre Spur bis in die Keltenzeit zurückverfolgen, da aus Jagdszenen sich immer wieder Hundedarstellungen fanden, die der heutigen Alpenländischen Dachsbracke sehr ähnlich sind.
Im 19. Jahrhundert gab es viele Hunde vom Typ der Alpenländischen Dachsbracken die in den bayrischen und Österreichischen Alpen vorkamen, manchmal auch in den schweizerischen Graubünden. Die Hunde unterschieden sich teilweise im Aussehen sehr stark.
Am 15. März 1896 würde der erste Dachsbracken Club gegründet, der sich 1908 wieder auflöste.
1910 wurde anlässlich der Wiener Jagsausstellung der österreichische Klub Dachsbracke gegründet, der heute noch existiert.
Im ersten und zweiten Weltkrieg gingen die Zuchtzahlen enorm zurück, was sich aber wieder verbessert hat.
Bis zum Jahre wurden ungefähr 6500 Dachsbracken gezüchtet.
Diese Rasse trug bis 1975 die Bezeichnung Alpenländische Erzgebirgler Dachsbracke, die sie von den Malern Ludwig Beckmann und Otto Grashey bekam.
Die Alpenländische Dachsbracke wurde 1932 offiziell vom Österreichischen Kynologenclub als dritte Schweißhundrasse anerkannt, 1991 wurden sie offiziell von der FCI anerkannt.

Buchtipp:

Bild von Amazon.de*

Charakter:

Der kluge, freundliche Charakter dieser Rasse ist bei der Jagd sehr von Vorteil wie ihre Unerschrockenheit und Eigenständigkeit. Ihr gutes Wesen was auch Nervenstärke beinhaltet, kann sich nur entfalten wenn die Alpenländische Dachsbracke auch jagdlich geführt wird. Sie ist sehr Kinderlieb, als reiner Familien und Begleithund ist sie aber nicht geeignet! Züchter geben eine Alpenländische Dachsbracke nur an Jäger ab, da Gelegentliche Suchspiele diesem Hund nicht ausreichen. Sie müssen schon von klein auf sehr konsequent erzogen werden, sonst übernimmt diese Rasse die Chefrolle.

Die Alpenländische Dachsbracke ist ein sehr robuster, wetterfester Jagdhund, sie gehören zu den Schweißhunden und sind daher drauf spezialisiert, verletztes, blutendes Wild aufzuspüren und zu stellen. Sie ist die einzigste fährtenlaut jagende Schweißhunderasse.
Diese Hunde sind keine Stubenhocker, sie brauchen genügend jagdliche Auslastung.

Haltung und Pflege:

Die Alpenländische Dachbracke sollte regelmäßig gebürstet werden und nach der Jagd mit dem Hund sollte man sie auf Zecken untersuchen und den Schmutz aus ihrem Fell entfernen. Den Krallen muss man hin und wieder auch Beachtung schenken, da sie sich meistens auf dem weichen Waldboden nicht von selbst abwetzen. Die Fellpflege ist bei dieser Rasse relativ anspruchslos, ein Besuch beim Hundefriseur ist bei der Alpenländische Dachsbracke nicht nötig.
 

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