Bernhardiner
Vroni vom Goldachtal von Elfriede und Franz Kolbeck (Zwinger vom Goldachtal)
Bernhardiner
Giovanni vom Werler See von Andreas Vesper

 

 

Bernhardiner
Bernhardiner Hündin von Susanne Schneider (Zwinger von der Grossen Pfote)

 

Schulterhöhe: Rüde 70 -90 cm, Hündin 65 -80 cm
Gewicht: 70 - 90 KG
Fell: Kurzhaar (Stockhaar) oder Langhaar
Farbe: Grundfarbe Weiß mit mit kleinen oder größeren Rotbraunen Platten bis durchgehende rotbraune Decke über Rücken und Flanken. Zerrissener Mantel (mit Weiß durchgebrochende Decke) gleichwertig. Gestromtes Rotbraun zulässig. Braungelb toleriert. Dunkle Maske erwünscht. Anflug von Schwarz am Körper toleriert.
Krankheiten: Ellenbogendysplasie/ Hüftgelenksdysplasie, erhöhtes Risiko für eine Magendrehung (wie alle großen Hunde)
Lebenserwartung: 10-12 Jahre
FCI Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molossoide - Schweizer Sennenhunde

Geschichte:

Im 11. Jahrhundert haben Mönche auf der Passhöhe des Großen St. Bernhard ein Hospiz für Reisende und Pilger gegründet.
Seit dem 17. Jahrhundert wurden dort zur Bewachung große Berghunde gehalten.
Das Vorhandensein dieser Hunde ist seit 1695 bildlich festgehalten worden.
Diese Hunde wurden dann als Begleit und Rettungshunde für Menschen eingesetzt, die sich im Schnee und Nebel verirrt hatten.
Im 19. Jahrhundert verbreitete sich der Ruf des Bernhardiners, Menschenleben zu retten.
Barry wurde zum Urbild des Rettungshundes, da er über 40 Menschenleben gerettet hat und steht heute ausgestopft im Naturmuseum in Bern und ihm ist seit 2014 eine Dauerausstellung gewidmet.
Es gibt aber noch vereinzelt Hunde dieser Rasse, die als Lawinenhund ausgebildet werden, beispielsweise in der Fondation Barry, die die Tradition dieser Rasse pflegt.
Diese Rasse ist ein Nachkomme römischer Kriegshunde (Molosser) die vor ca. 2000 in mit den Truppen Cäsars in die Alpenregion kamen.
Heinrich Schumacher kreuzte Neufundländer und Mastiffs ein, um Inzucht zu vermeiden. Bernhardiner wurden dadurch allerdings massiger und konnten nicht mehr als Lawinenhunde eingesetzt werden.
Die Lebenserwartung dieser Hunde sank dadurch auf 10 - 12 Jahre.
Im Jahre 1884 wurde in Basel der "Schweizerische St. Bernhardsclub" gegründet und er ist seit dem gleichem Jahr der Schweizer Nationalhund.
Deutschland schrieb für den ihn einen eignen Standard und nannte ihn Alpenhund. 1887 wurde allerdings der Schweizer Rassestandard anerkannt und gilt nun als Richtlinie für den Bernhardiner.
Im 19. Jahrhundert kam der Langhaar Bernhardiner dazu, der für die Arbeit im Schnee nicht mehr geeignet war.

 

 

Bernhardiner Kalender 2017

 

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Charakter:

Der Bernhardiner ist ein Familienfreundlicher Hund, es muss aber schon früh mit der Erziehung begonnen werden.
Konsequenz ist sehr wichtig, vor allem bei so einem großen Hund. Er ist sehr Kinderlieb und auch sehr Geduldig im Umgang mit Kindern, sie sollten aber trotz allem die Regeln zum richtigen Umgang mit Hunden kennen und ihrem Bernhardiner Ruhezonen schaffen.
Da diese Rasse sehr Menschenbezogen und sehr Wachsam ist wird er Hof und Mensch Beschützen. Allerdings kann er teilweise Stur sein, lässt sich aber durch Aufmunterung zur Zusammenarbeit bewegen.
Der Bernhardiner kann draußen und im Haus leben wichtig ist der Kontakt zu Menschen. Bei richtiger Sozialisierung verträgt sich ein Bernhardiner auch gut mit Artgenossen.
Es gibt auch Bernhardiner die Agility machen und Dog Dancing allerdings Bernhardiner angepasst.
Manche Bernhardiner werden auch als Therapiehunde, Rettungshunde ausgebildet und machen Zughundesport.

Bernhardiner

Welpe von Janett Beck

Haltung und Pflege:

Ein Bernhardiner ist kein Hund für eine kleine Etagenwohnung.
Treppen steigen sollte er eher selten und da ist ein Haus mit großem Grundstück sinnvoll.
Er liebt gemütliche Spaziergange in der Natur.
Ein Langhaar - Bernhardiner sollte man 2 - 3 mal die Woche bürsten, die Fellpflege beim Kurzhaar ist sie dagegen nicht so anspruchsvoll.
1 mal im Monat Bürsten reicht vollkommen aus. Im Fellwechsel muss man ihn allerdings öfter bürsten.
In der Wachstumsphase darf der Bernhardiner nicht überfordert werden – toben mit anderen Hunden, Welpenspielstunden nur unter Aufsicht – da die Gelenke sehr weich sind können schnell Problem bei zu viel toben oder zu langen Spaziergängen entstehen.
In der Zucht wird wieder auf die Aktivität der Bernhardiner viel Wert gelegt.
Durch die Zuchtwerte (die die Züchter beachten können) wird die Qualität der Augen verbessert und auch das sabbern weniger.
Ellenbogendysplasie / Hüftgelenksdysplasie, ist die einzige Krankheit die immer wieder auftritt alle anderen Krankheiten sind für alle großen Rassen beschrieben und nicht allein auf den Bernhardiner zu beziehen.
Deshalb werden die Hunde auch HD, ED geröngt.

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